PROJEKTE

Verdichtung des Festpunktfeldes der Bahn

Die Bahn modernisiert laufend ihre Infrastruktur. Basis dafür ist NXO, das Festpunktfeld der Deutschen Bahn mit 4 km Punktabstand. Für jede konkrete Baumaßnahme muss es verdichtet werden, so wie hier bei Ansbach.

Verdichtung des Festpunktfeldes der Bahn

Auch im Hochschwarzwald hält die DB ihre Infrastruktur in Schuss.
Die Höllentalbahn von Freiburg nach Donaueschingen ist die steilste Hauptbahn Deutschlands. Die geodätischen Grundlagen haben wir auch im Höllental beim Hirschsprung geschaffen.

Verdichtung des Festpunktfeldes der Bahn

Die Bayerische Zugspitzbahn ist ein historisches aber hochmodernes
Verkehrsmittel: vollelektrisch, emissions- und lithiumfrei. Wir legten mit dem neuen Festpunktfeld die geometrischen Grundlagen für weitere Jahrzehnte reibungslosen Verkehrs.

Hochbauvermessung

Auf dem Bau geht es früh los. Morgenmuffel mögen noch manche Mütze Müdigkeit mitsichrumtragen, aber wenn es der Hochbau aufgrund guter geodätischer Grundlagen bis ins vierte Geschoss geschafft hat und man bis zur Schwäbischen Alb blicken kann, dann muss man die Möhringer Morgensonne einfach mögen.

Hochwasserrückhaltebecken Hechingen

Hoch über Hechingen hebt sich der Hohenzollern. Tief im Boden schützt das neu hergestellte Hochwasserrückhaltebecken Hechingen vor von ihm bei Starkregen abfließenden Regenmassen.

Kelchstützenschalung kontrollieren

Der neue Stuttgarter Tiefbahnhof wächst. Markantes Wahrzeichen werden die kelchförmigen Stützen, durch die in Zukunft Licht und Luft auf die Gleisebene fluten werden. Sie entstehen in Sichtbeton, da ist es besonders wichtig, vor dem betonieren, die Kelchstützenschalung noch schnell zu kontrollieren.

bauvermessung

Im Stuttgarter Zentrum hat die Südwestmetall ein neues Verbandsgebäude mit Namen Look 21 errichten lassen. Bauvermessung macht dann besonders Freude, wenn sich dank gelungener Geometrie alles zu einem harmonischen Gesamtbild fügt.

Klimaschutz

Draußen zu Arbeiten ist für viele Geodäten der Ansporn, den Beruf zu erlernen. Ingenieurgeodäten können das ausleben und dabei einen langfristigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, etwa bei den Vermessungsarbeiten für die Neubaustrecke Stuttgart–Ulm.

Instandhaltung der Bahnanlagen

An vielen Stellen queren Bahnanlagen Wasserläufe. Meist sind keine Brücken nötig. Dennoch müssen die Durchlässe gefasst, und nach vielen Jahren auch saniert werden. Für die präzise Erneuerungsplanung ist es unerlässlich, den bestehenden Dammdurchlass dreidimensional zu dokumentieren, damit der Bahnverkehr noch viele Jahre ungestört rollt.

Hilfsbrückeneinbau

Die Deutsche Bahn rollt täglich über zehntausende von Brücken.
Nach und nach werden sie saniert oder erneuert. Der Bahnverkehr soll weiterrollen, kann jedoch nicht ausweichen. Also muss alles so vorbereitet werden, dass in kurzer Sperrpause der alte Überbau mitsamt Gleisen abgebaut und die neue Hilfsbrücke hereingehoben werden kann. Da muss alles Hand in Hand gehen und vorn und hinten passen.

Referenzrahmen realisieren

Der Engelbergtunnel in der Nähe von Stuttgart ist einer der größten Autobahntunnel und wird täglich von über 100.000 Fahrzeugen durchquert. Nach 20 Jahren Betrieb muss er wegen quellendem Anhydrit grundlegend saniert werden. Als Geometrisches Grundgerüst galt es, zu Beginn der Sanierungsarbeiten, einen röhrenübergreifenden Referenzrahmen zu realisieren.

DB-GIS und AVANI – hier: Neubau Kreuzungsbauwerk

Ein neues Kreuzungsbauwerk im Netz der Deutschen Bahn ist fertiggestellt. Zum Projektabschluss erstellen wir die Gleisvermarkungspläne neu, aktualisieren die Gleisnetzdaten und überprüfen die Lichtraumfreiheit. Mit diesen Informationen aktualisieren wir das Geoinformationssystem (bisher DB-GIS, neu AVANI) der Bahn und erstellen das richtlinienkonforme Protokoll 809.0401V01

Bauvermessung Kienlesbergbrücke

Die Kienlesbergbrücke ist das Wahrzeichen der neuen Ulmer Linie 2, die einmal quer durch die Stadt verläuft. Sie führt die Straßenbahn über den Nordkopf des Ulmer Bahnhofs, direkt über die Neubaustrecke nach Stuttgart. Schon beim Stahlbau ist hohe Präzision gefragt, denn die vorgefertigten Teile haben geringe Toleranzen und müssen knickfrei aneinander geschweißt werden, um die berechnete Stabilität zu erhalten und ein harmonisches Bild abzugeben.

Der Gleisbau erfordert jedoch noch höhere Akkuratesse, besonders in der Höhe. Denn jede Unebenheit wirkt sich direkt auf den Wagenkasten und damit auf den Fahrkomfort sowie den Verschleiß an Schienen und Wagen aus. Bezug für alle Baumaßnahmen sind exakte Koordinaten. Ingenieure und Techniker der intermetric durften in diesem Sinne die Linie 2 und die Kienlesbergbrücke koordinieren.

Lückenschluss der Berliner U5

Eine Baustelle im Zentrum Berlins kommt gut voran. Sie schließt die Lücke zwischen der am Alexanderplatz endenden U5 und der kurzen U55, die vom Brandenburger Tor über den Bundestag zum Hauptbahnhof führt.

Weitere Haltestellen der neuen U5 entstehen am Roten Rathaus, auf der Museumsinsel mit dem neuen Schloss und den berühmten Museen sowie Unter den Linden an der Friedrichstraße. Der Lückenschluss der U5 verbindet die bekanntesten Plätze der Hauptstadt. Was heute erst Geodäten, Bauarbeiter und auserwählte Baustellentouristen betrachten können, wird ab 2020 begeisterte Berlin Besucher befördern.

Gothen Strom Brücke ganzjährig sicher beobachten

Die Göta Alvbron, die Brücke über den Göta Älv, den Strom der Gothen, verbindet die Insel Hisingen mit dem Stadtzentrum von Göteburg, der zweitgrößten Stadt in Schweden. Die 927 m lange Brücke wurde zwischen 1937 und 1939 erbaut und 1966 verbreitert. Seither führen 4 Straßenspuren und 2 Tramgleise über die Stahlbrücke. Sie ist in die Jahre gekommen und soll durch die neue Hisingsbron, die aktuell in unmittelbarer Nachbarschaft gebaut wird, ersetzt werden.

Währenddessen ist aber die Göta Alvbron noch eine wichtige Lebensader Göteborgs. Ingenieure und Techniker der intermetric haben 11 Tachymeter, 4 GNSS Sensoren und Temperatursensoren zu einem automatischen Überwachungssystem zusammengeschlossen um die alte Gothen Strom Brücke ganzjährig sicher zu beobachten.

Westerwaldbahn Geodätische Betreuung von A bis Z

Brückenüberbau, Gleisoberbau sowie das gesamte Brückenumfeld (Böschungen, Treppen/Dienstwege) der Westerwaldeisenbahnbrücke wurde 2018 saniert, um die schöne Brücke zu erhalten und für weitere Jahrzehnte für den Bahnverkehr sicher zu machen. Ingenieure und Techniker der intermetric waren von den ersten Ideen bis zur Schlussdokumentation in der letzten Woche beteiligt: Sie lieferten alle für Planung, Bau und den zukünftigen Betrieb nötigen geometrischen Angaben. Nun ist die Westerwaldbahn wieder wunderbar einsatzbereit.

Orientierung ohne Orientierungspunkte

In der Nähe eines geplanten Hochhauses befindet sich ein alter unterirdischer Luftschutzbunker. Seine genaue Lage und Ausdehnung sollten erfasst werden, um seinen Einfluss auf die Gründung des Hochhauses zu bestimmen. Eigentlich eine Standardaufgabe: Mittels Tachymeter und Laserscanner wird eine vollständige Punktwolke des Bunkers erstellt. Den Lagebezug zur Oberfläche konnten wir über einen 17 m tiefen Schacht mit 60 cm Durchmesser herstellen.

Aber wie stand es mit der Ausrichtung? Jetzt kam ein aus der Tunnelvermessung bekanntes Spezialinstrument zur Orientierung ohne Orientierungspunkte zum Einsatz: der Vermessungskreisel oder Gyromat. Somit konnten wir das gesamte Bunkersystem nicht nur in seiner Form sondern auch in seiner absoluten Lage und Orientierung zur Erdoberfläche richtig im Computer nachbilden.

FAIR – Baugrubenvermessung im GroSSformat

Das FAIR wird das neue Spielzeug der GSI. Die Helmholtz-Gesellschaft für SchwerIonenforschung in Darmstadt ist eines der renommiertesten physikalischen Institute weltweit. Zum Beispiel entwickelten die Forscher des GSI die äußerst wirksame und gewebeschonende Methode der Tumorbestrahlung mittels Ionen.

FAIR steht für „Facility for Antiproton and Ion Research“. Hier wird also bald Antimaterie hergestellt und untersucht. Zurzeit entsteht die riesige, ringförmige Baugrube mit 1,2 km Durchmesser für den Speicherring. Wir überwachen die tiefen Stützwände ordentlich mit angemessen vielen Sensoren, damit sie senkrecht bleiben.

Stockholm – Geomonitoring eines StadtquartierS

Schwedens Hauptstadt floriert. Die Metropole des Nordens ist attraktiv, sie zieht mit ihrem umfangreichen kulturellen Angebot, der starken Wirtschaftskraft und der hohen Lebensqualität immer mehr Menschen an. Die Kehrseite des Erfolgs ist der wachsende Verkehr mit Staus. Doch Stockholm hält dagegen und baut die Infrastruktur aus, auch im dichtbebauten Zentrum um die Schleuse (Slussen), wo sich mit Stadtbahn, Fernbahn, Straße und Wasser vier Verkehrsträger treffen.

Damit bei den umfangreichen Baumaßnahmen nichts schief geht, überwachen unsere automatischen geodätischen und geotechnischen Messsysteme die Bestandsbauwerke und helfen dabei, Stockholm Slussen zu sichern.

Projekt Stuttgart-Ulm – laufende Netzkontrolle

Das Rückgrat jedes Bauwerks ist ein genaues Koordinatensystem.
Nur mit diesem lassen sich die einzelnen Bauteile so dimensionieren, platzieren und orientieren, wie sie geplant wurden. Ganz besonders gilt dies für so ausgedehnte Infrastrukturmaßnahmen wie die EisenbahnNeubaustrecke Wendlingen – Ulm. Geodäten vermarken feste Vermessungspunkte, bestimmen deren Koordinaten und machen das Koordinatensystem dadurch für die Bauarbeiter greifbar. Mit großem Aufwand haben wir das Festpunktfeld der Neubaustrecke vor Jahren aufgebaut und im Zuge der Baumaßnahmen immer weiter verdichtet.

Was aber, wenn sich die Festpunkte als nicht so fest erweisen, wie angenommen? Was, wenn sie durch die Baumaßnahmen Schaden leiden? Wenn das zu spät festgestellt wird, geht das Bauen im wahrsten Sinne schief. Daher wird das Festpunktfeld regelmäßig überprüft und, wo nötig, korrigiert. Auf diese Art bleibt der Bezugsrahmen über Jahre hinweg erhalten.

Stahlbaubrücke präzise lagern

Der Weltmarktführer für elektronische Metallbearbeitungsmaschinen, die für ihre Lasertechnologie bekannte Firma Trumpf, hat am Stammsitz im schwäbischen Ditzingen mehrere Werke. Seit Mai 2018 verbindet eine Fußgängerbrücke zwei durch eine vielbefahrene Straße getrennte Standorte.

Die luftig leicht anmutende Brücke wurde von den Leichtbauspezialisten von Schlaich Bergermann und Partner geplant und auf TrumpfMaschinen gefertigt. Die Ditzinger intermetric Ingenieure und Techniker durften den löchrigen Leichtbau lasergenau lagern.

Kelchstützen – Bauüberwachung

Der neue Stuttgarter Tiefbahnhof wird eine lichtdurchflutete Halle mit großen Spannweiten. Sie besteht aus wabenartig angeordneten Kelchstützen, die Stütze, Dach und Lichteinlass in einem sind. Deren Form ist so optimiert, dass sie äußerst stabil und dennoch filigran sind.
Wie bei einer Eischale ist dabei die perfekte Form entscheidend, damit
die großen Kräfte durch die Stütze in den Untergrund abgeleitet werden.

Daher richten Geodäten nicht nur die Schalungen exakt ein, sondern
sie müssen auch jeden Bauabschnitt der Kelchstützen koordinativ
kontrollieren. Das schöne Bild von Karsten Spörke zeigt das Einmessen
von Passpunkten für ein vollflächiges Laserscanning des ersten
Kelchfußes.

Bahnhof revitalisieren – Projektbetreuung von A bis Z

Von 2013 bis 2018 wurde der Eppsteiner Bahnhof grundlegend umgebaut und saniert, immer mit vermessungstechnischer Begleitung von Ingenieuren und Technikern der intermetric. Doch nicht nur die Bauwerke wurden renoviert, sondern auch ein neues Konzept erdacht: Der 5 Minuten vom Ortskern entfernte Bahnhof sollte wieder ein Mittelpunkt des Lebens in Eppstein werden. Die ideale Verkehrsanbindung an den ÖPNV und das Radwegenetz, ausreichend Fahrradstell- und Parkplätze und eine Fußgängerbrücke bilden den Anschluss in die Umgebung. Magnetwirkung entfalten das Bürgerbüro und das freundliche Restaurant mit verglaster Terrasse.

Das Konzept ist aufgegangen. Wir beglückwünschen den Bürgerbahnhof, der vom Verkehrsbündnis „Allianz pro Schiene“ als Bahnhof des Jahres 2018 ausgezeichnet wurde!

Globale Geodäsie

Die Geodäsie ist nach der Definition von Friedrich Robert Helmert und nach DIN 18709-1 die „Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche“. Vier Vermessungsmarken aus dem Yosemite Nationalpark, unseren Nachbarländern Österreich und Dänemark sowie dem Emirat Dubai zeugen von der globalen Bedeutung der Geodäsie.